Bye-bye, Blondchen
So. Marcel war über’s Wochenende hier, um seinen B-day in der Heimat zu feiern. Haben Samstag erstmal eine Höllentour gemacht und (fast) alle restlichen fehlenden Weihnachtsgeschenke besorgt. Unglaublich, wie ruckzuck das ging. Selbst das passende Geschenk für mich war nach einer kurzen Suche schnell gefunden. Dazu mehr nach Weihnachten.
Nachmittags ging’s dann noch zum Friseur. Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, meine Haare abzuschneiden, da sie durch das viele Blondieren und die Strähnchen (Naturhaarfarbe ist Straßenköterblond) völlig im Eimer waren. Nach der schweren und lange dauernden Entscheidung, welcher Friseur es denn nun werden sollte, habe ich mich schließlich für den „Salon Platin“ entschieden. Nach einer netten und sehr hilfreichen Beratung („Was? Nee, du hast doch kein rundes Gesicht!“) ging es ans Werk. Und der tollste Freund der Welt saß die ganze Zeit (3 1/2 Stunden!) hinter mir und hat quasi geistig Händchen gehalten und mir im Spiegel immer wieder aufmunternde Blicke zugeworfen, wenn er bemerkte, dass mir meine Gesichtszüge vor Angst zu entgleiten drohten.
Ich habe zwischendurch kurz den halben Friseursalon beschäftigt, da meine Haare sich nach dem ersten Färbe- und Waschdurchgang komplett dagegen wehrten, entwirrt zu werden. Also standen zwei Angestellte rechts und links neben mir, die eine zog mit ihrem Kamm in die eine Richtung, der andere in die andere. Ging leider auch nicht anders, ich kenne das ja, habe den Spaß ja fast jeden Morgen. Als das Gefühl des ersten Schmerzes („Ogott die reißen mir alle Haare inklusive Kopfhaut raus!“) besiegt war, ging es. Nach gefühlten 7 Stunden Tortur und bestimmt der Hälfte weniger an Haaren, wurde dann geschnitten. Kürzer, aber noch so lang, dass ich mir einen Zopf machen kann (- was mir für das Nähen etc. doch sehr wichtig ist, da nervt mich alles, was im Gesicht hängt, nur), das ganze Kaputte weg und stufig für mehr Volumen. Zuletzt noch ein paar wenige hellere Strähnchen („Damit der Schrecken vor’m Spiegel, dass es so dunkel ist, nicht ganz so groß wird“) – und tadaaaa:

Bisschen verwuschelt, da es heut schön genieselt hat – aber ich bin happy.
Nach der Friseur-Action wurde noch kurz der Spandauer Weihnachtsmarkt unsicher gemacht. Es gab etwas hammerleckeres zu essen (keine Ahnung, wie das heißt, Hackfleischburgerboulettenzeugs mit Fetakäse-Füllung und scharfen Zwiebeln im Fladenbrot-Brötchen), ich habe die erste Feuerzangenbowle meines Lebens getrunken (ist leckerer als Glühwein, mir aber irgendwie immernoch zu sauer, Schatz musste helfen), und abgeschlossen wurde alles mit ‘ner Portion kandierte Weintrauben. Mjam.
Zu Hause angekommen wurde dann um Punkt Mitternacht auf Marcel’s B-day angestoßen ( – nochmals happy Birthday, Geburtstagsschatz!), Geschenke ausgepackt und schwedische Geburtstagslieder mitgesungen. Danach haben wir in einer „Wir-steigen-schnell-auf-unser-Hausdach-und-lassen-die-Himmelslaterne-steigen-obwohl-es-nieselt-und-stürmt“-Action fast einen Baum aus Nachbars Garten angefackelt, letztendlich ging jedoch alles gut und es war ein schöner Anblick.
Heute gab’s dann Kaffee & Kuchen bei seiner Family und abends hat er sich auf den Weg zurück nach Mannheim gemacht, um morgen noch seine letzte Klausur zu schreiben und sofort im Anschluss wieder nach Berlin zu kommen zwecks Weihnachten und Silvester.
Filed under: dies und das | 1 Comment
zwecks Weihnachten und Silvester
Vor allem zwecks dich sehen….
*kuss*